Klettern in München

Klettern hat längst Einzug in die Städte gehalten. Allein in Deutschland kann man sich in über 360 Kletterhallen in die Höhe wuchten. Und wer in und um München Klettern gehen will, hat die Qual der Wahl. Ein guter Überblick findet sich bei München Tourismus (http://www.muenchen.de/Tourismus/Sport) oder beim Deutschen Alpenverein DAV (http://verbundklettern.de), der selbst drei Hallen mit einer Kletterfläche von rund 10’000 Quadratkilometer sowie unzähligen Kletter- und Boulderwänden betreibt.

Im Folgenden vier der größten Kletterzentren Münchens im Vergleich:
Die professionellste Kletteranlage ist jene des DAV in Thalkirchen. Mit rund 210 Indoor- und 250 Outdoor-Routen auf fast 4.500 Quadratkilometern Wandfläche ist die Anlage nicht nur Spitzenreiter in München, sondern zählt zu den größten Kletterhallen Europas. Die meisten Wände sind gut strukturiert, so dass auch Einsteiger problemlos Tritt finden. Das Kletterzentrum ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Die Kletteranlage in Gilching (München West) zählt zu den ganz großen in Deutschland. Bis Ende 2010 wird sie indes auf über 7.800 Quadratkilometer ausgebaut und wird dann das größte Kletterzentrum der Welt sein. Vor allem im Boulder-Bereich werden neue Maßstäbe gesetzt, wobei Gilching schon heute durch vielfältige Outdoor-Bouldervarianten besticht.

Das kleinste der drei DAV-Kletterzentren ist jenes in Bad Tölz; es bietet aber immer noch 130 Indoor- und 60 Outdoor-Routen. Highlight ist der von allen Seiten bekletterbare Bogen – eine europaweit einzigartige Konstruktion. Bad Tölz ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer erreichbar, dafür kann man seine Kletterkünste mal mitten in einem Park mit Biergarten zeigen.

Wer keinen Luxuskomfort sucht, dafür eine entspannte Atmosphäre, viel Musik und lockere Leute, der ist im Heavens Gate am Münchner Ostbahnhof am richtigen Ort. Hier findet sich auch die höchste Kletterwand in ganz München: In acht Silos von je 30 Metern Höhe wurden 50 Routen eingeschraubt; wer weniger hoch hinaus will, kann rund 60 kleinere Routen beklettern. Das Heavens Gate bietet, nebst Gilching, auch die besten Boulderräume. Von der senkrechten Wand bis zum waagrechten Übergang finden Boulderfans hier alles.

In fast allen Kletterhallen lässt sich das nötige Equipment zu fairen Preisen leihen. Wer indes vom Kletterfieber gepackt wird, sollte sich eine eigene Ausrüstung zutun. Für den Anfang braucht es vor allem gute Schuhe, einen Klettergurt, Karabiner und allenfalls ein robustes 60 Meter-Seil.

Klettern ist im Grunde eine sichere Sportart, gerade in Hallen kommt es kaum zu Unfällen. Man sollte sich aber an gewisse Grundegeln halten. So sollte man sich aufwärmen und auf leichten Routen einklettern. Das wichtigste aber ist, sich stets bewusst zu sein, dass Klettern ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Verantwortungsgefühl für andere voraussetzt.

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